Neues aus verschiedenen Regionen
HEV Linthgebiet: Eigentum bleibt Brennpunkt
Rund 4500 Mitglieder zählt der HEV Linthgebiet. Damit bleibt er die grösste Sektion im Kanton St.Gallen. Co-Präsident Marcel Landolt blickte an der Hauptversammlung auf ein bewegtes Jahr zurück. Im Zentrum stand die erfolgreiche Abstimmung zur Abschaffung des Eigenmietwerts. Ein Etappensieg, der gefeiert wurde, aber kein Schlussstrich unter die politischen Debatten bedeutet. Der Tenor der Versammlung war eindeutig: Hauseigentum gerät zunehmend unter Druck. Regulierungen im Bau- und Mietrecht, strengere Umweltvorgaben und Eingriffe in Grundstücke beschäftigen die Mitglieder. Besonders kritisch beurteilt der Verband staatliche Massnahmen, die Eigentümer finanziell belasten oder Handlungsspielräume einschränken. Auch das Wachstum der öffentlichen Ausgaben wurde thematisiert. Steigende Abgaben träfen jene besonders, die ihnen kaum ausweichen können, namentlich Haus- und Grundeigentümer.
Die Jahresrechnung 2025 des HEV Linthgebiet schloss mit einem Minus von rund 6700 Franken. Gründe waren höhere Kosten bei Veranstaltungen, stagnierende Mitgliederzahlen und steigende Abgaben an Dachverbände. Das Vermögen bleibt zwar solide, doch das Budget 2026 rechnet erneut mit einem Defizit. Eine moderate Beitragserhöhung von fünf bzw. zehn Franken ab 2027 wurde angenommen. Sie soll die steigenden Kosten abfedern.
Mit Daniel Hämmerli, Rolf Güntensperger und Mauro Radzinski traten drei langjährige Vorstandsmitglieder zurück. Ihre jahrzehntelange Arbeit prägte den Verband. Neu in den Vorstand gewählt wurden Stefan Gresch und Herbert Zahner. Zudem übernimmt Jasmin Gähler das Co-Präsidium an der Seite von Marcel Landolt.
HEV Rheineck-Thal: Wechsel im Vorstand
Präsident Thomas Hitz begrüsste 155 Hauseigentümer/innen an der 74. Hauptversammlung der Sektion Rheineck-Thal. Das Interesse galt der lokalen Marktsituation aber auch den politischen Vorstössen im Eigentums- und Mietwesen.
Der Leerwohnungs-Bestand betrug 2025 in Rheineck 1.48% (Vorjahr 1.16%) und in Thal 1.43% (Vorjahr 1.6%). Wie Thomas Hitz erklärt, fehlen kompakte, bezahlbare Wohnungen und der Neubau sei nicht in der Lage, die Nachfrage zu kompensieren. Der Baumeisterverband spricht von einer Zunahme der Bautätigkeit im 2025 um 0.6%. In diesem Jahr erwartet er ein Wachstum von 1.9%, insbesondere im Wohnungs- und Tiefbau. Die Preise für Wohnungen und Einfamilienhäuser liegen statistisch in Rheineck etwas tiefer als in Thal und steigen Richtung Rorschach-St.Gallen weiter an. Hitz führte weiter aus, dass die Hypothekarzinsen den Boden erreicht hätten. Er geht davon aus, dass die Zinsen weiterhin tief bleiben. Das zeigen die Banken-Statistiken.
Zum letzten Mal vor seinem Rücktritt sprach Kantonalpräsident Walter Locher mit gewohnt pointierten, klaren Aussagen vor den Sektionsmitgliedern von Rheineck-Thal. Er informierte, dass energetische Sanierungen nicht mehr gleich zu höheren Steuerwerten führen. Weiter betonte er die Wichtigkeit guter Verkehrsanbindungen im Siedlungsgebiet. Tempo 30 bremse die gute Erschliessung von Wohnobjekten und habe damit auch einen Einfluss auf den Wert der Liegenschaft. «Uns als Hauseigentümer/innen braucht es. Wir müssen ab und zu aufstehen, Verantwortung übernehmen, uns politisch äussern und uns solidarisch zeigen».
Aus dem Vorstand der Sektion Rheineck-Thal zurückgetreten ist Jasmine Krecht. Der Vorstand setzt sich neu wie folgt zusammen: Thomas Hitz (Präsident), Susanne Dornbierer (Medien), Michael Frei (Beisitzer), Denise Ulmann (Aktuarin), Felix Wetter (Kassier).
HEV Gossau: Trinkwasserversorgung stärken
Am 6. Mai 2026 fand das Feierabendgespräch des HEV Region Gossau direkt beim neuen Tiefenbrunnen Mooswies in Gossau statt. Die Stadtwerke Gossau gaben gemeinsam mit den Fachleuten des Geologiebüros Lienert & Haering AG sowie des Ingenieurbüros Bau Haas AG spannende Einblicke in das Projekt, das die Trinkwasserversorgung der Stadt langfristig stärken soll. Mit dem Tiefenbrunnen erschliesst Gossau eine zusätzliche, trockenheitsresistente Wasserquelle und macht die Versorgung unabhängiger und zukunftssicher. Es war ein informativer und spannender Anlass, an dem über 60 Personen teilnahmen und der mit einem Apéro einen gemütlichen Ausklang fand.
HEV-Branchenportal erfolgreich lanciert
Seit kurzem ist das Branchenportal des HEV Kanton St.Gallen online und wird in den nächsten Wochen und Monaten weiter ausgebaut. Erste Unternehmen nutzen das neue Angebot und präsentieren sich so auf attraktive Weise einem klar umrissenen Zielpublikum, den Eigentümerinnen und Eigentümern. Und umgekehrt finden die HEV-Mitglieder auf einfache Weise den Handwerker oder die Dienstleisterin, die sie brauchen.
Ab sofort können sich Handwerksbetriebe und Dienstleistungsunternehmen mit einer HEV-Mitgliedschaft gegen eine geringe zusätzliche Jahresgebühr im Branchenportal ihrer Sektion eintragen (je nach Sektion ab CHF 50). Möchte ein Unternehmen überregional sichtbar werden, kann es für weitere CHF 100 einen Eintrag im ganzen Kanton buchen. Im Einführungsjahr 2026 wird auf die Portalbeiträge ein Rabatt von 50% gewährt.
Je mehr Einträge vorhanden sind, desto grösser wird auch der Nutzen für die HEV-Mitglieder. Unter https://branchenportal.hev-sg.ch/ können sich Unternehmen mit wenigen Klicks in das HEV-Branchenportal eintragen. Unter «Einträge entdecken» finden Sie die bereits erfassten Unternehmen – eine Liste, die in den nächsten Wochen weiter anwachsen wird.