Immobilien

Immo Vision rückt die Grenzen der Verdichtung ins Zentrum

Die dritte Immo Vision brachte am 19. August Vertreter aus Immobilienwirtschaft, Politik und Finanzwelt im Würth Haus Rorschach zusammen. Im Mittelpunkt standen die wachsenden Spannungen zwischen der geforderten Innenverdichtung, aufwendigen Verfahren und gesellschaftlichem Widerstand.
Immo Vision rückt die Grenzen der Verdichtung ins Zentrum
Markus Mettler, Claudia Strässle, Christian Willi, Gregor Rutz und Claudia Marty

Unter dem Leitthema «Raumplanung unter Druck: Zwischen haushälterischer Nutzung und Blockadepolitik» widmete sich die von HEV Kanton St.Gallen, SVIT Ostschweiz und St.Galler Kantonalbank organisierte Impulsveranstaltung den aktuellen Herausforderungen der Immobilienbranche.

Nach der Begrüssung durch Moderatorin Claudia Marty ordnete Thomas Stucki, Chief Investment Officer der St.Galler Kantonalbank, die Situation auf den Immobilien- und Finanzmärkten ein. Dabei ging er insbesondere auf das Tiefzinsumfeld und dessen Bedeutung für Immobilieninvestitionen ein.

Markus Mettler, Leiter der Halter Gruppe, beleuchtete anschliessend die wachsende Kluft zwischen den Zielen der Raumplanung und der praktischen Umsetzung von Verdichtungsprojekten. Er zeigte auf, welche Rolle private Investoren bei der Schaffung von zusätzlichem Wohnraum spielen und weshalb Projekte zunehmend mit Widerständen, Einsprachen und langwierigen Verfahren konfrontiert sind.

Markus Mettler, Gregor Rutz, Claudia Marty, Claudia Strässle, Christian Willi und Thomas Stucki

Nationalrat Gregor Rutz, Präsident des HEV Schweiz, nahm die steigende Regulierungsdichte in den Blick. Im Zentrum seines Referats stand die Frage, wie sich neuer Wohnraum schaffen, Wohneigentum fördern und gleichzeitig bürokratische Hürden abbauen lassen.

In der anschliessenden Podiumsdiskussion vertieften Rutz und Mettler die Themen gemeinsam mit Claudia Strässle, Präsidentin des SVIT Ostschweiz, und Christian Willi, Präsident des HEV Kanton St.Gallen. Dabei wurde deutlich, dass die politisch gewünschte Innenverdichtung nur gelingen kann, wenn Verfahren effizienter werden und die Interessen von Politik, Bevölkerung und Immobilienwirtschaft besser zusammengeführt werden.

Beim abschliessenden «BBB & Networking» mit Bratwurst, Bürli und Bier bot sich Gelegenheit, die Diskussionen im persönlichen Austausch weiterzuführen und Kontakte innerhalb der Ostschweizer Immobilienbranche zu pflegen.

 

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