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Das Feuer wird clever

Knisternde Scheite, wohlige Wärme und weniger Handarbeit: Moderne Cheminées und Öfen verbinden Wohnlichkeit mit ausgefeilter Technik. Im Fokus stehen Lösungen, die Wärme speichern, die Verbrennung unterstützen und sich ins Zuhause einfügen. Entscheidend bleibt die richtige Planung.
Das Feuer wird clever

Ein Blick ins aktuelle Angebot zeigt: Das Feuer wird zum Gestaltungselement. Zwei- und dreiseitig verglaste Cheminées öffnen den Blick auf die Flammen; Tunnelmodelle lassen sich als Raumteiler zwischen Wohn- und Essbereich einsetzen.

Bei Öfen erweitern strukturierte Keramik, Naturstein und unterschiedliche Farben die Auswahl. Eine Neuheit von 2026 zeigt, wie wohnlich Heiztechnik werden kann: Der Pelletofen «Masterpiece 1951» von Rika etwa ist auch mit Lamellen aus Thermoesche erhältlich; seine getönte Scheibe lässt den Brennraum im ausgeschalteten Zustand weitgehend verschwinden.

Ebenso interessant ist, was nach dem Feuer bleibt

Speicheröfen nehmen Wärme in einem massiven Kern auf und geben sie über Stunden dosiert an den Raum ab. Das Prinzip ist bewährt, wird aber auch in kom­pakten Bauformen angeboten. So verbindet etwa der Schweizer Hersteller Ganz beim Modell «Monto» eine platzsparende Konstruktion mit keramischer Wärmespeicherung. Gerade für gut gedämmte Häuser ist eine gleichmässige Wärmeabgabe interessant. Die Leistung muss allerdings zum tatsächlichen Bedarf passen: Ein zu grosser Ofen kann den Wohnraum überheizen.

Mehr Komfort bringen automatische Abbrandregelungen: Sensoren messen die Temperatur; die Steuerung passt die Luftzufuhr an. Bei Hase etwa meldet das System zudem per Leuchtsignal oder App, wann Holz nachgelegt werden soll. Solche Hilfen entlasten den Benutzer und unterstützen eine effiziente Verbrennung. Sie ersetzen jedoch weder geeignetes Brennholz noch die richtige Bedienung. Elektronische Systeme benötigen allerdings Strom. Wer eine Reserveheizung für Stromausfälle sucht, sollte den Betrieb ohne Netz ausdrücklich abklären.

  

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Emissionsminderung

Für Wohnraumfeuerungen sind Katalysatoren und Feinstaubabscheider erhältlich. Welche Technik passt und welchen Unterhalt sie benötigt, sollte der Ofen­bauer klären; Holzfeuer sind auch mit moderner Technik nicht emissionsfrei. Das Bundesamt für Umwelt betont in seinem Dossier vom 7. Oktober 2026: Entscheidend sind trockene, naturbelassene Brennstoffe und fach­gerechtes Anfeuern. Bei den meisten Öfen mit oberem Abbrand ist Anzünden von oben die emissionsärmere Methode; Abfälle und behandeltes Holz gehören niemals ins Feuer.

Vor dem Kauf lohnt sich deshalb der Blick aufs ganze Haus: Kamin, Verbrennungsluftzufuhr und Brandschutz müssen zur gewählten Feuerstelle passen. In dichten Gebäuden ist das Zusammenspiel mit der Wohnraumlüftung besonders wichtig. Allfällige Bewilligungen sind vor dem Einbau mit der Gemeinde zu klären. Wer einen alten Kamin reaktiviert, lässt ihn zuvor vom Kaminfeger prüfen. So entsteht aus schöner Feuerromantik eine Wärmequelle, die im Alltag lange Freude macht.